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Impella CP Einsatz während kardiopulmonaler Reanimation bei intra- oder prähospitalem Herz-Kreislaufstillstand

In dieser retrospektiven multizentrischen Registerstudie wurde der Einsatz der Impella CP bei Patienten unter laufender Reanimation im Hinblick auf das klinische Outcome sowie prädiktive Faktoren für das Überleben untersucht.

In dieser retrospektiven multizentrischen Registerstudie wurde der Einsatz der Impella CP bei Patienten unter laufender Reanimation im Hinblick auf das klinische Outcome sowie prädiktive Faktoren für das Überleben untersucht. In fünf Zentren der Maximalversorgung konnten zwischen 2014 bis 2020 insgesamt 35 Fälle analysiert werden. Einschlusskriterium war der Beginn der Impella- Unterstützung bei einer laufenden Reanimation auf Grund eines refraktären Herz-Kreislaufstillstands, der sich intrahospital (IHCA) oder prähospital (OHCA) präsentierte.
Die initiale Überlebensrate betrug 65,7%; nach 30 Tagen waren noch 45,7% der Patienten am Leben. Die 30-Tages-Überlebensrate ohne neurologische Beeinträchtigungen lag bei 37,1%. Die Gefäßkomplikationsrate lag bei 17,1%. Eine univariate Analyse konnte zeigen, dass die Überlebensrate bei einem Lebensalter <75 Jahren sowie bei einer geringen Zeitspanne (<5 Minuten) zwischen Herz-Kreislaufstillstand und Initiierung der Reanimationsmaßnahmen signifikant besser war (p = 0.035 bzw. p = 0.008).

In dieser schwer kranken Patientengruppe zeigte sich, dass der Einsatz der Impella CP unter laufenden Reanimationsbedingungen insbesondere bei Patienten unter 75 Jahren sowie einem kurzen therapiefreien Intervall (Zeit zwischen initialem Ereignis und Beginn der Reanimation) einen Überlebensvorteil darstellen kann - unabhängig davon, ob der Patient einen prä- oder intrahospitalen Herz-Kreislaufstilland erlitten hat.